Unsere drei Schwerpunkte

1) Sicherheit

 

Wie nicht nur der tragische Fall von Niklas P. gezeigt hat, gibt es in Bad Godesberg seit langem „No-Go-Areas“, in denen die Sicherheit der Bürger vor allem in den Abendstunden nur sehr eingeschänkt gewährleistet ist - aktuelle Vorfälle wie der Überfall mit Schusswaffe in der Innenstadt, ebenso wie der Raubüberfall auf zwei junge Frauen in der Fußgängerzone, die tödliche Messerattacke auf einen Schüler am Heiderhof und die mit Beil und Messer geführte Auseinandersetzung am Ännchenplatz untermauern diese Einschätzung. Der „Runde Tisch“ hat zwar kurzfristig zu einer erhöhten Polizeipräsenz in Bad Godesberg geführt, eine dauerhafte Fortführung dieser Maßnahme ist allerdings keineswegs sicher. Die präventive Wirkung dieser zeitlich begrenzten Maßnahme, so ist zu befürchten, reicht offensichtlich ebenfalls nicht aus. Nahezu täglich ereignen sich neue Gewalttaten in Bad Godesberg, deren Brutalität ein bislang hier nicht gekanntes Ausmaß erreicht hat. Die ersten Familien ziehen hieraus bereits ihre Konsequenzen und verlassen die Stadt, weil die Sicherheit ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet ist.

 

2) Schutz von Wohnraum vor Zweckentfremdung

 

Der sogenannte Medizintourismus ist für Bad Godesberg, wie auch für andere Städte in Deutschland, offensichtlich ein Wirtschaftsfaktor. Die Schattenseite bedeutet allerdings eine immer stärkere Zweckentfremdung von Wohnraum zugunsten von Kurzfristvermietungen an zahlungskräftige Patienten und ihre Angehörigen. Hier besteht dringend Regel- und Handlungsbedarf, da zunehmend einkommensschwache Mieter verdrängt und Wohnraum weiter verknappt wird - für alle, die in Bad Godesberg gerne auf Dauer leben möchten. Seit Jahren besteht eine städtische Satzung zur Verhinderung der Zweckentfremdung, welche die Stadt bislang jedoch nicht ansatzweise umsetzt.

 

3) Innenstadtentwicklung und Beteiligung am Leitbildprozess

 

Ziel des von der Stadt Bonn ausgeschriebenen Leitbildprozesses sollte aus Sicht des Aktionsbündnisses für ein lebenswertes Bad Godesberg die Wiederherstellung einer lebendigen Innenstadt von Bad Godesberg sein, die für alle Bevölkerungsgruppen ein attraktives Angebot zum Besuchen und Verweilen bereitstellt. Der Erlebnisraum „Innenstadt“ muss für die Bad Godesberger Bevölkerung zurückgewonnen werden. Die dazu notwendigen Angebote sollten sich an die im Stadtteil stark vertretenen Gruppen „Familien mit Kindern“ und „ältere Generation“ richten, aber auch Perspektiven für die  (derzeit noch unterdurchschnittlich vertretene) Gruppe „Jugendliche, junge Erwachsene“ eröffnen.

 

Unser Konzeptpapier: Elemente für den Leitbildprozess der Bad Godesberger Innenstadt
Elemente für den Leitbildprozess der Bad[...]
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